Aktuelles/Archiv  
Nach oben Jahresrückblicke1 Jahresrückblicke2 Jahresrückblicke3 Jungschartag 2001 Erntedankfest 2001 Jungschartag 2002 Jungschartag 2003 Jungschartag 2004 Pfila 2004 Pfila 2010 Erntedankfest 2003 Abschied Hummel Sommerfest 2005 Bilder 2006

 

Zum Jahresrückblick von:
2010 2011        

horizontal rule

Jahresrückblick 2010

(Pfarrer R. Kittel, Silvestergottesdienst 2010)

Liebe Gemeinde,
miteinander schauen wir auf ein spannendes Jahr 2010 zurück. Die Frage, die Sie als Gemeinde vor genau einem Jahr bewegte, war: Wann kriegen wir endlich eine neue Pfarrerin, einen neuen Pfarrer. Und vor allem: Wen kriegen wir ? Das ist ja vor allem beim Benennungsverfahren, das in Horkheim diesmal dran war, eine äußerst zwiespältige Angelegenheit. Der Oberkirchenrat sucht bei diesem Verfahren aus den eingegangenen Bewerbungen eine Person aus und benennt sie. Der Kirchengemeinderat hat dann nur noch die Möglichkeit Ja oder Nein zu sagen. Das ist natürlich keine richtige Wahl und man bleibt als Gemeinde bei diesem Verfahren ziemlich auf die Weisheit des Oberkirchenrats angewiesen. - Ausgeliefert könnte man auch sagen, denn die oberkirchenrätliche Weisheit ist ja bekanntermaßen nicht unbedingt mit göttlichen gleichzusetzen.

Nun, vor genau einem Jahr an Silvester 2009 wussten außer dem Oberkirchenrat nur der Herr Müller und ich, wie das mit der Horkheimer Pfarrstelle werden wird. Denn wir beide haben wenige Tage zuvor das Schreiben bekommen, in dem ich auf die Pfarrstelle Horkheim benannt wurde. Beide waren wir damals von Anfang an zuversichtlich, dass Gutes daraus werden kann und dass der OKR doch auch einmal Weisheit bewiesen hat, wenn er Kittel und Horkheim zusammen bringt. Mein ehemaliger Göppinger Dekan und ständiger Horkheimer Vakaturvertreter Dieter Kunz war derselben Ansicht. Das war ermutigend für uns alle, denn er kannte uns aus seiner Arbeit mit uns ja gleichermaßen.

Am 24. Januar ist dann meine Benennung vom Horkheimer Kirchengemeinderat nach einem Gottesdienstbesuch bei mir in Schlat und ausführlichen Gesprächen bestätigt worden. Aus familiären Gründen, d.h. wegen des Abiturs unserer ältesten Tochter war uns erst im August der Umzug möglich. Aber das war schon bei Abgabe meiner Bewerbung klar – und der Kirchengemeinderat hat sich bei der Wahl darauf eingelassen, diese doch recht lange Vakatur in Kauf zu nehmen.

Das bedeutete eine immense Zusatzbelastung besonders für die Mitglieder dieses Gremiums. Vor allem, weil der Kirchengemeinderat trotz Vakatur drei große Projekte in diesem Jahr durchgeführt hat:

bullet

Zum einen wurde bei der KGR Klausurtagung in Löwenstein das Grundkonzept für die „Offene Kirche" erarbeitet. Mittwochs, samstags und sonntags wird morgens die Kirche geöffnet und abends wieder geschlossen. Es besteht die Möglichkeit Kerzen zu entzünden und Gebetsanliegen für den wöchentlichen Gebetskreis in einen Zettelkasten einzulegen. Die Losungen, die Bibel und der Kirchenführer liegen zur Lektüre auf. Ebenso ein Gästebuch. Dass dieses Angebot dankbar angenommen wird, hören wir durch gezielte Rückmeldungen und nehmen wir an den abgebrannten Kerzen, den eingelegten Gebetszetteln und an Opferbeträgen wahr. Eine große Zahl an ehrenamtlich Mitarbeitenden, die diesen Kirchendienst dankenswerterweise zusätzlich übernehmen, machen dieses Angebot möglich.

bullet

Außerdem wurde vom Kirchengemeinderat die Entwicklung eines neuen, zeitgemäßen Logos entwickelt, das auf einfache Weise und mit sehr hohem Wiedererkennungswert nun auf allen offiziellen Schreiben der Kirchengemeinde zu finden ist. Der stilisierte Kirchturm als Chiffre für alles vielfältige Leben und Arbeiten in unserer Kirchengemeinde.

bullet

Der größte zu bearbeitende Brocken war dann sicher das 400-jährige Jubiläum unserer Georgskirche, das am 30. Januar mit einem Festgottesdienst zum Jahrestag der Fertigstellung der Kirche seinen Abschluss findet.

Das sehr umfangreiche Programm mit sehr unterschiedlichen Veranstaltungen, Festen, Gottesdiensten und Events stieß auf sehr gute Resonanz. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Das lag sicher zum einen an der hohen Qualität der Veranstaltungen, ebenso aber auch an der sehr guten Werbung, die darauf hingewiesen und eingeladen hat. Finanziell unterstützt von örtlichen Firmen konnte ein Flyer mit dem ganzen Jubiläumsprogramm an alle Haushalte verteilt werden. Derzeit ist ein historischer Kirchenführer in Auftrag gegeben. Pfarrer Martin Schüz hat gründlichst die Geschichte unserer Kirche recherchiert und einen umfassenden Textteil erstellt. Petra Wörthmann hat die Bilder dazu gefertigt und das Werk in eine druckfertige Form gebracht. Zum Jubiläumsgottesdienst am 30. Januar wird dieser Kirchenführer aufliegen.

Dass in der Vakatur zusätzlich zur Aufrechterhaltung des ganz normalen Gemeindelebens dieses umfangreiche Programm zum Kirchenjubiläum durchgeführt werden konnte, ist allein der engagierten, verlässlichen, kompetenten und – das möchte ich einmal besonders betonen – äußerst harmonischen Zusammenarbeit des Kirchengemeinderatsgremiums zu verdanken.
An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankesschön für Ihre Arbeit, die bis an die Belastungsgrenze – nein, sogar darüber hinausging. 

Noch einmal und ein letztes Mal zur Vakatur – und dann ist diese wirklich aufgearbeitet und Geschichte:
Besonders bei Kasualien, insbesondere bei Trauerfällen fehlte in dieser einjährigen Vakatur eine vertraute Pfarrperson. Das haben viele schmerzhaft zu spüren bekommen.

bullet

21 Gemeindeglieder sind in den vergangenen 12 Monaten verstorben. Davon immerhin noch 16 in der Zeit der Vakatur.

bullet

In diesem Jahr 2010 wurden 14 Kinder getauft und 4 Paare in unserer Kirche getraut.

bullet

23 Jugendliche wurden im März in unserer Kirche konfirmiert, diese Konfirmanden mussten sich echt unter erschwerten Bedingungen auf ihr Fest vorbereiten. Auf 3 Pfarrer mussten sie sich im Laufe ihres Konfirmandenjahres einstellen.
Da haben es die jetzigen 26 Konfirmanden etwas leichter, die nach nur wenigen Wochen den Wechsel des Unterrichtenden hinnehmen mussten, und jetzt nur noch mich zu ertragen haben.

bullet

2 Kircheneintritte sind in diesem Jahr zu verzeichnen, dem stehen 11 Kirchenaustritte entgegen, wobei die Tendenz der Kirchenaustritte insgesamt im Moment eher sinkend ist.

Trotz der erschwerten Bedingungen konnten alle geplanten Gottesdienste gefeiert mit Ruhestandspfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten werden.
In ganz besonderer Weise haben sich die beiden Ruheständler Pfarrer Schüz und Dekan Kunz um unsere Horkheimer Gemeinde angenommen. Auch dafür sei an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön gesagt. Sie haben der Gemeinde gut getan.
In der Mitte des Jahres haben Sie eine neue Mesnerin bekommen, Frau Alexandra Grimm. Sie führt diesen Dienst seit Juli kompetent, verlässlich und vertrauensvoll aus. Auch dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Frau Grimm hat bereits eine erste Schulung hinter sich und eine zweite unmittelbar vor sich. Und hat die ehemaligen Mesnerinnen und Vertretungskräfte als Ansprechpartnerinnen an der Seite. Das ist wirklich eine sehr feine Sache. Dass nun die Kirche von neuer Mesnerin und neuem Pfarrer manchmal in neuem, anderem Stil gestaltet wird, haben Sie schon bemerkt. Wir sind dankbar, wenn Sie bei Unklarheiten nachfragen, wenn Sie zu Neuem Rückmeldung geben, und auch wenn Sie Althergebrachtes, das Ihnen wichtig war und das wir vielleicht übersehen haben, wieder einfordern. 

Seit 12. September bin ich im Dienst, und das sind nun schon weit mehr als die berühmten 100 Tage der Einarbeitungszeit. Spannend war die gleich in der ersten Zeit der Jungschartag mit seinen über 700 Teilnehmern und der supergut strukturierten Organisation.
Die Veranstaltungen des Kirchenjubiläums, unsere von oben angeordnete Zwischenvisitation ( da fragt sich dann wieder, wo die Weisheit geblieben ist ) und die Vorarbeiten zur Kircheninnenrenovierung haben mein ganz „normalen“ Einarbeiten und Einleben in der neuen Gemeinde und der mir völlig fremden Umgebung begleitet und diese Zeit sehr dicht gefüllt. Bei den Untersuchungen zur Innenrenovierung wurde der dringende Sanierungsbedarf des Kirchendachs festgestellt. Das wird uns beides in den nächsten Monaten beanspruchen. Ebenso 2 Bauangelegenheiten im Pfarrhaus. Seit Jahren geht es um den erheblichen Wärmeverlust durch fehlende Dachisolierung und alte Fenster. Auch da sind wir dran und hoffen das Dach demnächst isoliert zu kriegen. Ebenso ist die Erneuerung der Fenster beantragt. Da das Horkheimer Pfarrhaus ein staatliches ist, ringen wir nicht nur mit der Weisheit des Oberkirchenrats, sondern auch noch mit der unserer Landesverwaltung. Mehr sage ich da jetzt nicht dazu !

Das alles aber gehört nun für mich schon wieder zum Alltag im Pfarrersgeschäft. Ich habe das gute Gefühl, dass ich in dieser Gemeinde Fuß gefasst habe. Manchmal muss ich mich mit einzelnen Strukturen noch vertraut machen. Manchmal werde ich aus Unwissenheit vielleicht etwas übersehen oder vergessen. Vielleicht trete ich auch noch ein paar Fettnäpfchen aus. Aber in allem, habe ich das Gefühl, dass ich hier nicht mehr fremd bin, sondern zu Hause. Und dass wir uns nicht mehr fremd sind, sondern vertraut.
Herzlich danke ich an dieser Stelle für alle Freundlichkeit und alles Entgegenkommen, für manche Geduld, und vor allem für die Offenheit, die Sie an den Tag legen. Auch ihre Form der Rückmeldung motiviert mich bei meiner Arbeit. Als Pfarrer steht man mit seiner eigenen Einschätzung der Arbeit immer ein wenig allein da. Da ist es schon gut, wenn die Gemeinde klare Rückmeldung in beiderlei Hinsicht – korrigierend und motivierend - gibt.
Vielen Dank, dass Sie sich bereitwillig auf mich eingestellt haben. Und auf uns – denn auch das ist ja für Horkheim neu, dass da eine Pfarrfamilie im Hause wohnt, die die Termine von 2 Pfarrstellen unter einen Hut kriegen muss. Für uns ist das eher ein alter Hut, da wir das schon seit Jahren so praktizieren. Und bei unserer Arbeit voneinander profitiert haben. 

Noch ein Wort zu den Finanzen:
Mit dem Gemeindebeitrag haben Nahe und Ferne einmal mehr ihre Verbundenheit mit unserer Kirchengemeinde und Kirche bewiesen. 15.500 € sind insgesamt für unsere Arbeit vor Ort und unser Bauprojekt eingegangen. Das sind 3000 € mehr als im Vorjahr.
Auch die Projekte in der Nähe und Ferne sind bedacht worden. 3700 € gingen für Brot für die Welt ein und 3000 € für die Diakonie. Insgesamt waren es rund 12600 € die wir an diakonische und missionarische Einrichtungen überweisen konnten. Auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön. 

Und alles was nun war, und auch das was kommt, legen wir jetzt vertrauensvoll in die Hand dessen, der da war und der da ist und der da kommt. Gott, der wirklich mit Weisheit und Stärke und auch mit Gnade und Barmherzigkeit unsere Wege begleitet und führt.

  Nach oben zu Rückblick 2010

horizontal rule

Jahresrückblick 2011

(Pfarrer R. Kittel, Silvestergottesdienst 2011)

Liebe Gemeinde,

meinen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr 2011 möchte ich diesmal anhand von 3 Gebäuden unseres Ortes vornehmen.

  1. die Georgskirche
  2. Stauwehrhalle
  3. das Paulus-Gemeindehaus

Zum ersten: die Kirche
Am 30. Januar haben wir das 400 jährige Jubiläum der Einweihung unserer Georgskirche mit einem Festgottesdienst und anschließendem Stehempfang gefeiert. Mit diesem Tag wurde die Veranstaltungsreihe zum 400 jährigen Jubiläum der Kirche abgeschlossen, die in großer Vielfalt ein halbes Jahr lang zuvor unser Gemeindeleben bestimmt hat.

Schon zu dem Zeitpunkt war klar, dass die eigentlich für Sommer geplante Innensanierung der Kirche verschoben werden müsste. Bei den Untersuchungen zur Innenrenovierung nämlich wurden am tragenden Gebälk des Dachstuhls erhebliche Schäden festgestellt. Wer die ausgestellten Exponate im Sommer einmal in der Hand hatte, weiß, wie kritisch der Zustand unseres Daches war. Tierischer Befall aus früheren Jahrzehnten, Fäulnis und Schwamm hatten die Mauerschwellen an der Unterseite nahezu aufgelöst. Auch einige der Stuhlschwellen mussten dringend ausgetauscht werden und der 1. Bund an der Seite des Kirchturms komplett neu aufgebaut werden. Er hing völlig in der Luft und war verschoben. Die Verschiebung hatte undichte Stellen zwischen Turm und Dach nach sich gezogen und dies wiederum zusätzliche Feuchtigkeit und Fäulnisbildung. Von Mai bis Juli wurde nun der Dachstuhl in kunstvoller Arbeit der Zimmerleute wiederhergestellt, so dass er für die nächsten Jahrhunderte wieder tragfähig ist.
Die Situation war wirklich kritisch. Eine weitere Verschiebung des 1.Bundes oder auch ein größerer Sturm oder eine Erschütterung hätten jederzeit das Dach zum Einsturz bringen können.

Geldmittel waren für dieses Projekt natürlich überhaupt nicht vorgesehen. Umso erfreulicher und auch erstaunlich war es, auf welche große Resonanz der Hilferuf der Kirchengemeinde stieß. Wir haben so viel großzügige finanzielle Unterstützung erfahren. Dafür waren wir ausgesprochen dankbar, weil uns dies eben nicht nur ein materieller Wert war, sondern auch ein ideeller wurde.
Betrug der Gemeindebeitrag 2010 schon stattliche 16.000€, viel mehr als in all den vorangegangenen Jahren, so sind es 2011 erstaunliche 18.500 €. Wir haben daran gemerkt, dass der Bevölkerung die Kirche sehr am Herzen liegt. Das hat uns Mut gemacht.

In gleicher Weise waren wir überwältigt vom großartigen Einsatz der Gemeindeglieder, die an vielen Samstagen oder Abenden bereit waren mit Hand an zu legen. Über 400 Arbeitsstunden wurden in Eigenleistung vollbracht. Der Schutt, der sich unter dem Fußboden der Bühne versteckte wurde ausgeräumt, ebenso der Schutt, der tonnenschwer auf dem Gewölbe über dem Chor lastete. Die Decke der Kirche wurde von oben her gereinigt und im gleichen Arbeitsgang isoliert, damit wir in Zukunft etwas an Heizkosten sparen können. Mitunter waren 30 ehrenamtliche Helfer gleichzeitig auf dem Dachboden und auf dem Gerüst beschäftigt. Die Zusammenarbeit hat auch großen Spaß gemacht und sie hat alt und jung in der Gemeinde zusammengeschweißt. Der jüngste Bauarbeiter war 6 Jahre alt, der Älteste über 80.
Jetzt ist das Dach wieder komplett und beschützt auch die vielen Generationen nach uns, die in unserer Georgskirche zusammen kommen werden.
Durch die Spenden und Eigenleistungen der Gemeindeglieder motiviert, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die seit langem geplante Innensanierung nicht auf spätere Jahre zu verschieben, sondern nahezu nahtlos im selben Jahr an der Kirche weiterzubauen.

Im September haben wir den letzten Gottesdienst in der Kirche gefeiert und wiederum an 2 Samstagen mit vielen Leuten die Kirche ausgeräumt und zur Baustelle umfunktioniert. Seither sind die Handwerker in der Kirche. Zunächst wurden alle technischen Anlagen, wie Heizung, Elektrik, Beleuchtung und Glockensteuerung ausgebaut. Diese waren alle veraltet und werden nun durch zeitgemäße und energiesparende Anlagen ersetzt. Der Putz der Kirche wurde gereinigt und inzwischen schon mit einem ersten Anstrich versehen. An einer Stelle wird zur Dokumentation ein Stück alter Wandfarbe weiterhin sichtbar sein, damit Sie den Unterschied Vorher - Nachher erkennen können.
Im Zuge der Arbeiten im Boden wurde das Fundament der Vorgängerkirche für kurze Zeit sichtbar, ebenso konnte an offenen Stellen in den Wänden Interessantes zur Baugeschichte der Kirche festgestellt werden. Dies wird alles vom Denkmalamt dokumentiert und der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. In dem Zusammenhang haben wir auch den 8-eckigen Sockel unseres Taufsteins wiederentdeckt, der wohl 60-100 Jahre unter dem Bodenbelag verborgen bzw. in diesen einbetoniert war. Er wird jetzt ebenfalls restauriert und der Taufstein dann wieder in seiner Gänze sichtbar in der Mitte des Kirchenschiffs aufgestellt werden. Die Arbeiten in der Kirche werden uns noch bis März in Atem halten. Bis dahin brauchen wir noch viel Energie und dann in der letzten Phase des Putzens und Einräumens wieder viel Unterstützung durch die Gemeindeglieder.

Zum zweiten: die Stauwehrhalle
Hätten wir wie geplant die Kirche in der festlosen Zeit des Sommers renovieren können, wären uns manche Überlegungen und vielleicht auch Aufregungen erspart geblieben. So aber stand schon früh die Frage im Raum: Was machen wir mit unserem Gottesdienst am Heiligen Abend. Wenn schon die Kirche die Besucher bisher kaum fassen konnte, so würde das Gemeindehaus ja hoffnungslos überfüllt sein. Viele von Ihnen haben es miterlebt. Wir haben die Christvesper in der Stauwehrhalle gefeiert. Sicher in etwas ungewohnt nüchterner Atmosphäre. Aber das Zusammenspiel von PaulusChor und Posaunenchor, das Miteinander von jüngeren und älteren Gemeindegliedern beim Auf- und Abbau, und das erfreulich gute Miteinander von Kommune, Verein und Kirche bei den Absprachen und der Organisation hat diesem Gottesdienst ein eigenes Gepräge gegeben und unserem Zusammenleben in Horkheim sicher gut getan. Man wird sicher noch oft von diesem einmaligen Erlebnis erzählen. Ganz bestimmt dann auch mit einiger Erleichterung, wenn wir im nächsten Jahr wieder in unserer schön renovierten Kirche unser Weihnachten feiern werden.
Nicht nur am Heiligen Abend waren wir zum Gottesdienst in der Stauwehrhalle. Auch anlässlich des erstmaligen Horkheimer Oktoberfestes haben wir mit einem Gottesdienst das gute Miteinander von Kommune, Verein und Kirche gefeiert. Dies soll auch im nächsten Jahr wieder so sein. Die  Kontakte zu unserer katholischen Schwestergemeinde sind schon geknüpft, so dass der nächste Oktoberfestgottesdienst eventuell in ökumenischer Verbundenheit gefeiert werden kann.
Und noch zu einem dritten Anlass – wenn man chronologisch vorgeht sogar zum ersten Anlass – waren wir in der Stauwehrhalle.  Der 11. Jungschartag konnte erstmalig wegen des Wetters nicht im Freien abgehalten werden. So fand das große Kinderfest mit den meisten Spielangeboten in der großen Halle statt, die ja auch in der vergangenen Jahren immer als Ausweichquartier reserviert war. Alle Befürchtungen, was Atmosphäre, Lautstärke, Übersichtlichkeit etc. angeht, lösten sich relativ schnell in Luft auf. Die über 600 Kinder haben sich sehr wohl gefühlt, die Mitarbeitenden ebenso und die Angehörigen konnten in entspannter Atmosphäre im Foyer Kaffee trinken. Somit wurde die Notlösung zu einem vollen Erfolg. Dank perfekter Organisation und grandioser Mitarbeit von Jugendlichen, Jugendmitarbeitern und Konfirmanden. 

Drittens : das Gemeindehaus
Wir können froh sein, dass wir es haben. Bietet es uns doch genug Raum und auch ansprechenden Raum für alle Veranstaltungen unseres vielfältigen Gemeindelebens. Bis Ende März werden wir uns dort weiterhin zum Gottesdienst am Sonntagmorgen versammeln. Natürlich vermissen wir unsere Kirche hier. Aber ich habe den Eindruck, dass Sie auch gerne hier sind zum Gottesdienst. Wir haben nämlich keinen Einbruch erlitten seit September, was die Zahl der Gottesdienstbesucher angeht. Fast könnte man sogar den Eindruck haben, als kämen hier im Schnitt sogar mehr Gemeindeglieder zusammen als das vorher in der Kirche war. Jedenfalls erleben wir hier eine gute gottesdienstliche Gemeinschaft, die unserem Gemeindeleben gut tut. Ganz ungestört davon geht die Vielfalt des Gemeindelebens ganz normal weiter, was dem Einsatz unserer neuen Hausmeisterin und unserer Mesnerin, dem Kirchengemeinderat und all denen die spontan mit anpacken zu verdanken ist. Das Auf- und Umbauen geht schnell und ohne große Schwierigkeiten.
Im Oktober haben wir unsere bisherige Hausmeisterin Frau Bauer aus ihrem Amt verabschiedet und unsere neue Hausmeisterin Frau Monika Lauer in ihr Amt eingesetzt. Wir sind als Kirchengemeinde ausgesprochen dankbar, dass wir mit ihr wieder eine engagierte Mitarbeiterin, die auf ganz wohltuende, angenehme und unkomplizierte Weise mit den Menschen umgeht, die in diesem Haus ein und ausgehen. Das tut dem Gemeindeleben gut.

So Vieles, was gut und regelmäßig läuft, wäre eigentlich der Erwähnung wert, würde aber den Rahmen dieses Gottesdienstes sprengen. Ich will die Neuerungen hervorheben, die sich vor allem in der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern ergeben haben:

bullet

Zum ersten Mal fand in Horkheim eine Kinderbibelwoche statt, die mit viel Spaß von 12-15 Mitarbeitenden geleitet und von über 50 Kindern besucht wurde. In Zukunft soll dieses Angebot jährlich in unserer Gemeinde stattfinden. Die Mini-Gottesdienst erleben derzeit einen so großen Zulauf, dass das Team beschlossen hat, im nächsten Jahr statt 4 5 solcher Gottesdienste anzubieten. In diesem Jahr hat wieder eine Familienfreizeit in Schöntal stattgefunden. Und derzeit läuft noch der Trainee-Kurs, in dem seit Mai 17 Jugendliche zu Jugendleitern unserer Gemeinde ausgebildet werden.

bullet

Auch die Krabbelgruppe ist so groß geworden, dass sie sich nur noch hier oben im Saal treffen kann. So scheint doch die Arbeit mit jungen Familien und Jugendlichen einen deutlichen Schwerpunkt zu bilden.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen:

bullet

22 Gemeindeglieder sind in den vergangenen 12 Monaten verstorben.

bullet

In diesem Jahr 2011 wurden 11 Kinder getauft und 4 Paare unserer Kirchengemeinde getraut. Die Trauungen mussten wegen der Renovierungsarbeiten alle in den Nachbargemeinden vollzogen werden.

bullet

26 Jugendliche wurden im März in unserer Kirche konfirmiert. Auf die Konfirmation, die ab 2012 nach der neuen landeskirchlichen Ordnung nun immer im Mai stattfinden soll, bereiten sich derzeit 27 Jugendliche vor.

bullet

4 Kircheneintritte sind in diesem Jahr zu verzeichnen, das sind 2 mehr als im Vorjahr. Dem stehen 9 Kirchenaustritte entgegen. Und das sind wiederum 2 weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Austritte nimmt derzeit erfreulicherweise jährlich ab.

Und alles was nun war, und auch das was kommt, legen wir jetzt vertrauensvoll in die Hand dessen, der da war und der da ist und der da kommt. Gott, der wirklich mit Weisheit und Stärke und auch mit Gnade und Barmherzigkeit unsere Wege begleitet und führt.

horizontal rule

 Zurück zum Anfang