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Team Monatl. Mittagessen

 

Wir stellen vor:

Das Team des "Monatlichen Mittagessens" - für andere in der Küche stehen

(Autorin: Bärbel Kistner, Heilbronner Stimme vom 19.10.2006)

 Für die Horkheimer wird einmal im Monat im Gemeindehaus gekocht

 

 

Bergeweise Spätzle drücken: Das ehrenamtliche Team im Horkheimer Gemeindehaus hat viel Spaß an der Küchenarbeit.

Fotos: Rabea Sattar

 

Die Küche bleibt sauber und in der Gemeinschaft schmeckt es ohnehin viel besser als alleine zu Hause, wo sie nur die Wand angucken kann und nicht die fröhlichen Gesichter ihrer Altersgenossinnen. Klara Schenk gehört zu den treuen Mitesserinnen, wenn im Horkheimer evangelischen Gemeindehaus zum monatlichen Mittagessen am Dienstag geladen wird. Linsen, Spätzle und Saiten stehen diesmal auf dem Speiseplan. Fast immer gibt es schwäbische Traditionskost, die kaum ein Mensch für sich alleine kocht. Sogar Maultaschenteig und Fülle sind selbst gemacht.

Ältere verwitwete Frauen sind eine typische Zielgruppe vom gemeinschaftlichen Mittagstisch, den ein paar Engagierte aus den Reihen des Frauenkreises der Gemeinde wieder haben aufleben lassen. „Die Leute haben sich riesig gefreut, dass wir nach zwei Jahren Pause weitergemacht haben“, berichtet Erika Jesser aus dem Küchen-Team. Christine Jeno, Pfarrfrau und Theologin, hat die Initiative ihrer Vorgängerin wieder aufgegriffen und ist begeistert, wie gut das Angebot angenommen wird. Nicht nur bei Älteren ist das Essen ein beliebter Treffpunkt, auch junge Familien mit Kleinkindern lassen sich gerne bekochen. Kurz nach Schulschluss stürmt ein halbes Dutzend hungriger Grundschüler den Gemeindesaal.

18 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer schälen Kartoffeln, schnippeln Gemüse, drücken Spätzlesteig durch die Presse, decken den Tisch und bringen Teller und Schüsseln mit Nachschlag an die Tische. In der Gemeindehausküche unterstützt der frühere Löwen-Wirt Walter Klett das Team, er kennt die Mengen an Linsen, die für rund 80 Essen in den Topf kommen. „Freitagabends haben wir 40 Anmeldungen, bis zum Montagnachmittag erhöht sich das auf die 80“, staunt Christine Jeno. „Wir freuen uns über jedes Gesicht, jeder ist willkommen, auch noch spontan.“ Alleine sitzen bleiben soll keiner, „dafür sind wir alle hier“.

Eingekauft wird möglichst vor Ort, Obst und Gemüse liefert meist Gemüsehändlerin Marlies Auchter. 5,50 Euro zahlen Erwachsene für ihr Essen, zwei Euro die Kinder. Was nach Abzug der Einkäufe übrig bleibt, geht zu zwei Dritteln an die Kirchengemeinde, das restlich Geld wird lokalen Hilfsorganisationen gespendet.

Für Pfarrer Rüdiger Jeno ist das Mittagessen ein gutes Beispiel, wie gut die Kirche in Horkheim präsent ist und wie viele sich dort engagieren. Kirchliche Angebote werden angenommen, auch jüngst der „Kirchen-Entdeckungs-Tag“, bei dem Glockenturm und Gruft des Renaissance-Baus erkundet werden konnten.

Klara Schenk geht nicht nur zum Mittagstisch ins Gemeindehaus. „Aber wir kommen immer, wenn es etwas zu essen gibt“, schmunzelt ihre Nebensitzerin. Zumindest haben sich die Frauen an ihrem Stammplatz schon den nächsten Dienstags-Mittagessen-Termin notiert: 14. November, Schweinebraten, Rotkraut und hausgemachte Semmelknödel. Für die gebürtige Horkheimerin Klara Schenk ist’s keine Frage: „Uns geht es in Horkheim saugut.“

 

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