Ein Ort auf "schmutzigem Boden"

In das Licht schriftlicher Überlieferung tritt Horkheim mit einer Urkunde Kaiser Ottos II. aus dem Jahr 976. Darin werden der Bischofskirche St. Peter in Worms die bis dahin in königlichem Besitz befindliche Abtei Mosbach mit all den ihr zugehörigen Orten geschenkt. In der Aufzählung findet sich auch das Dorf Horegeheim -- sein Name leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort hor, horwes, d.h. schmutziger Boden, ab. Gemeint ist damit sumpfiges, morastiges Gelände, wie es sich an der alten Neckarfurt bei Horkheim findet. Diesem Flußübergang verdankt der Ort auch seine Entstehung. Schon in der Römerzeit gab es hier eine Niederlassung, wie Bodenfunde belegen. Nach der Vertreibung der Römer durch die Alemannen scheint der Ort verödet gewesen zu sein und wurde dann im 5./6. Jahrhundert durch fränkische Siedler neu angelegt. Horkheim ist also viel älter als das Datum seiner Ersterwähnung vermuten läßt.

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