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May 23, 2013

Klärungsbedarf am Horkheimer Schloss


Kategorie: Archiv

( HST Bärbel Kistner 23.5.2013)

Anwohner in Horkheim haben eine Bürgerinitiative gegründet. Nur darüber sind sich alle einig: Hätte es von Anfang an mehr Informationen seitens der Bauverwaltung zur geplanten Bebauung am Horkheimer Schloss gegeben, wäre der Unmut bei Anwohnern nicht so groß. Auf einem gut 24 Ar großen Areal direkt angrenzend an das denkmalgeschützte Ensemble soll eine Anlage mit 20 betreuten Seniorenwohnungen und 22 Parkplätzen entstehen.

Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative formiert, mit der zentralen Forderung nach einem Bebauungsplanverfahren - statt einer Einzelfallentscheidung nach Paragraf 34, bei der die Träger öffentlicher Belange nicht zwingend gehört werden müssen. Hauptkritikpunkt der Anrainer: Die Wohnanlage fügt sich nicht in die vorhandene Bebauung ein. Zudem befürchtet man massive Verkehrsprobleme bei der Erschließung und später beim Parken.

Der Protest der Horkheimer ist bei den Gemeinderatsvertretern von SPD und Grünen angekommen, diese hatten zur Ortsbegehung geladen, auch der Investor war dabei. Das Stadtplanungsamt hatte eine Teilnahme abgelehnt. Sibylle Mösse-Hagen (SPD) und Karl-Heinz Kimmerle (Grüne) sehen viele Fragezeichen bei dem Projekt und fordern von Baubürgermeister Wilfried Hajek Informationen im Bauausschuss. "Man kann nicht eine Arbeitsgemeinschaft für mehr Bürgerbeteiligung einberufen und dann hintenrum nach Paragraf 34 eine solche Bebauung realisieren", sagt Karl-Heinz Kimmerle.

Auf einem gut 24 Ar großen Areal direkt am denkmalgeschützten Horkheimer Schloss (in der Mitte, von Bäumen verdeckt) soll eine Anlage mit 20 Seniorenwohnungen entstehen.Foto: Andreas Veigel

Abstand

Der Vertreter der Investoren, Stefan Flinspach, sieht sich in mehrfacher Hinsicht zu Unrecht am Pranger. Man habe das Grundstück "enorm sensibel behandelt", im Wissen um den Anschluss an Schloss und Neubaugebiet. Die Sicht auf die Burganlage werde durch eine Verbreiterung der Schlossgasse besser - zwei Gebäude werden abgerissen, der Neubau eingerückt. Auch die Situation der Zufahrt werde so verbessert. Der Abstand der Neubauten zum Schloss sei größer als die der bisherigen Gebäude. Bei der Dichte der Bebauung sieht Flinspach falsche Vorstellungen im Umlauf: Bislang sind 660 Quadratmeter des Grundstücks überbaut, künftig sollen es 730 Quadratmeter (ohne Carports) sein.

Die Befürchtung, dass die Wohnungen nicht von Senioren belegt werden könnten, will der Bauherr nicht gelten lassen. Bislang habe er 19 Anfragen aus der Altersgruppe 58 bis 83. Für jede Wohnung sei ein rollstuhlgerechter Grundriss möglich, der Aufzug soll vergrößert werden. Auch der Gemeinschaftsraum - aufgrund dessen zwei Häuser aneinandergebaut werden sollen mit einer Gesamtlänge von 37 Metern - sei ein Grund für das Interesse.Flinspach glaubt, dass das Projekt für die Wohnsituation in Horkheim positive Effekte hat und einen Mehrwert für das Schloss bringt. "Wir wollen das Projekt aber nicht mit aller Gewalt durchdrücken und sind an einem Konsens mit den Anrainern interessiert."

 

 

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