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Feb 17, 2012

Horkheimer Stauwehr wird Großbaustelle


Ab März 2012 wird das Horkheimer Stauwehr für mindestens 20 Millionen Euro saniert. Sechs Jahre lang soll das Ganze dauern.

Ab März wird das Horkheimer Stauwehr für mindestens 20 Millionen Euro saniert. Sechs Jahre lang soll das Ganze dauern.
Foto: HST/Dirks

 

 

Kategorie: Archiv

Im Vorjahr auf den Weg gebracht, steht Horkheim ab März eine wirkliche Großbaustelle ins Haus: Dann soll das Stauwehr für sage und schreibe mindestens 20 Millionen Euro saniert werden. Auf Lauffener Seite wird eigens eine Baustraße für den Schwerlastverkehr errichtet werden. Die Bauarbeiten dauern sechs Jahre. Bereits 2010 mussten sich die Horkheimer an Baustellen am Neckar gewöhnen, seither läuft die Sanierung des Damms auf der Insel. Schneller fertig als das Stauwehr könnte der Neckartalradweg nach Lauffen werden. Alle Beteiligten hoffen auf eine baldige Lösung.

Die Baumfällarbeiten auf der Inselspitze sind eine der leichteren Übungen im Zusammenhang mit der Sanierung des Horkheimer Stauwehrs. Mit dem Fällen von acht großen und rund 30 kleineren Bäumen, überwiegend Pappeln, haben jetzt bei minus neun Grad die auf rund sechseinhalb Jahre angelegten Bauarbeiten am Neckar begonnen. Drei Tage lang sind ein halbes Dutzend Männer der Firma Halm Forstteam aus Deggingen im Landkreis Göppingen mit dem Fällen und dem Abtransport des Holzes beschäftigt. "Die Kälte ist das beste Wetter für die Fällarbeiten", berichtet Ingo Barth vom Amt für Neckarausbau in Heidelberg. Weil wegen der vereisten Wehre die Schifffahrt auf dem Neckar ruht, gibt es keine Unterbrechungen aus Sicherheitsgründen, die Arbeiter kommen so schneller voran. Zudem ist der Boden durch den Frost sehr fest, die Maschinen können nicht einsinken. "Wir bewegen uns landschaftsschonend und fällen nur dort, wo es unumgänglich ist", sagt Ingo Barth. Nach Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich 2018, sollen die gerodeten Bäume eins zu eins ersetzt werden.

Als erstes wird Ende März direkt neben dem Hochwassersperrtor ein Technikgebäude errichtet für ein Notstromaggregat, für die Wehrsteuerung und die Nachrichtentechnik. Danach wird der Verbindungssteg saniert. Erst dann wird der erste von insgesamt drei Wehrverschlüssen ausgehoben und per Schiff abtransportiert. Aufgrund der schweren Lasten - der Wehrverschluss wiegt zirka 90 Tonnen - kommt bei der Sanierung überwiegend die Schifffahrt zum Einsatz. Auf Horkheimer Seite dürfen über die Brücke am Wehr nur sechs Tonnen befördert werden, an der Schleuse sind es ebenfalls nur zwölf Tonnen. Verkehr auf den Straßen und Feldwegen wird sich allerdings nicht ganz vermeiden lassen. Auf der Horkheimer Insel wird dafür ein kleines Wegstück durch den Wald befestigt. Befürchtungen, dass Radfahrer und Spaziergänger wie zu Zeiten der Neckardammsanierung erneut mit gesperrten Wegen rechnen müssen, kann Projektkoordinatorin Claudia Stoll entkräften: "Wenn eine Sperrung notwendig ist, dann höchstens mal für einen Tag. Die Horkheimer Insel wird nicht zu Baustraße." Die Firma sei informiert, sie wisse, dass dort ein Radweg entlangführt und dass entsprechende Vorsicht geboten sei.

Die Hauptlast bei der Anlieferung der Baustelle erfolgt zudem auf Lauffener Gemarkung. Auf dieser Neckarseite wird auch der Hochbaukran installiert. Man habe sich mit den Landwirten über die gemeinsame Nutzung der Wirtschaftswege verständigt, erläutert die Koordinatorin. Doch für die Zufahrt zum Ufer muss eine extra Baustellenstraße gebaut werden.

Für das Amt für Neckarausbau ist die Horkheimer Baustelle eines seiner größten Projekte mit einem Bauvolumen von rund 20 Millionen Euro. Die größte Gefahr während der Bauzeit im laufenden Betrieb droht von Hochwasser. Das 85 Jahre alte Bauwerk kann jedoch weitere Überraschung bergen. Claudia Stoll: "Bauen im Bestand kann immer Verzögerungen mit sich bringen."

10. und 16. Januar 2012, Heilbronner Stimme, Autorin: Bärbel Kistner

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