Categories: Archiv
      Date: Jan 31, 2011
     Title: Attraktivere Spielplätze, mehr barrierefreie Wohnungen 

Bericht Heilbronner Stimme v. 31.01.2011 (ub)

750 000 Euro wären nötig, um fünf der sechs Horkheimer Spielplätze in den nächsten Jahren zu erneuern. Dabei sollen sie so umgestaltet werden, dass sie attraktiv und verkehrssicher sind und von allen Generationen genutzt werden können.



Diese Summe hat das städtische Grünflächenamt grob kalkuliert. Dessen Leiter Hans-Peter Barz beschrieb den Bezirksbeiräten am Freitag Abend den Zustand der Spielplätze im Stadtteil.

Oberste Priorität hat der zentral gelegene in der Talheimer Straße. 380 000 Euro müsste der Gemeinderat im nächsten Doppelhaushalt 2012/2013 bereit stellen. Die Spielgeräte sind heruntergekommen und müssen nach und nach abgebaut werden. Barz würde im Spielplatzbereich die Zäune entfernen und ihn so umgestalten, dass ihn alle Generationen nutzen können. Einen ersten Versuch mit einfachen Sportgeräten, die sowohl Kinder, als auch Senioren gerne benutzen, hat das Amt im Wertwiesenpark gemacht.

An zweiter Stelle steht die Generalüberholung des Spielplatzes in der Engen Gasse (110 000 Euro) und an dritter der im Heilbronner Weg. Hier müssten 180 000 Euro gesetzt werden. Die Räte fanden die Idee einer generationsübergreifenden Nutzung der heutigen Kinderspielplätze für durchweg überlegenswert. Keine Veränderungen geplant sind am Spielplatz Hossäcker.

In Sachen Friedhof ist der Stadtteil zukunftssicher aufgestellt. Nach der Erweiterung ist genügend Platz vorhanden. Hans-Peter Barz sprach von 432 freien Grabstellen. "Das reicht bis 2038." Im vergangen Jahr sind von den 34 verstorbenen Horkheimern 33 dort begraben worden, elf hatten eine Erd- und 22 eine Feuerbestattung. Letzere Form wird zunehmen und den Bedarf an Urnengräbern erhöhen.

Zuhause alt werden Für alte und behinderte Menschen müssen sich die Kommunen neue Wohnformen überlegen. Die Stadt Heilbronn setzt auf barrierefreie Wohnungen. Hier könnte man auch als Pflegefall wohnen bleiben und muss nicht - wie zurzeit oft unausweichlich - nur deshalb in ein Pflegeheim wechseln, weil Stufen, Treppen oder zu schmale Türen das Wohnen zu Hause unmöglich machen.

Für Horkheim hat Manfred Urban, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Senioren, einen Bedarf an 20 barrierefreien Wohnungen formuliert. Die sollten in einem einzigen zentral gelegenen Wohnkomplex gebaut werden. Das Amt wird auf Bauträger und ambulante Hilfsdienste zugehen, um sie für ein solches Projekt zu gewinnen. ub